Ein Mensch dreht am Thermostat seiner Heizung und legt die andere HAnd auf den Heikörper (Bild: dpa / Christin Klose)
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Interview - Armutsnetzwerk: Viele können nicht noch mehr Energie sparen

Wegen explodierender Energiepreise bekommen immer mehr Menschen existenzielle Probleme. Michael Stiefel vom Armutsnetzwerk sagt, dass Menschen mit geringem Einkommen keinen Spielraum mehr hätten, um Energie zu sparen.

Angesichts der steigenden Energiepreise empfiehlt beispielsweise die Verbraucherzentrale Brandenburg schon jetzt, so wenig Warmwasser wie möglich zu benutzen. Michael Stiefel vom Verein Armutsnetzwerk sagt aber, dass dieser Rat armen Menschen nicht helfe. Die Betroffenen hätten bereits versucht, alles auszureizen, was sie können. "Da gibt es eigentlich keinen Spielraum mehr, um zu sparen."

Stiefel: Es drohen Überschuldungen durch höhere Abschläge

 

Stiefel weist darauf hin, dass im Hartz IV-Regelsatz aktuell nur rund 38 Euro im Monat für Stromkosten abseits der Wärmeversorgung vorgesehen sind. Beim Heizen befürchtet der Armutsexperte zudem, dass viele Jobcenter höhere Abschlagszahlungen für Gas nicht direkt übernehmen könnten. "Hier drohen natürlich Überschuldungen, wenn diese Abschläge dann nicht geleistet werden können."

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