Soldatinnen und Soldaten nehmen an einer Übung zur ABC-Abwehrausbildung teil.
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Interview - Bundeswehr: Wehrbeauftrage Högl sieht Verbesserungen

Der Bundestag hat mehr Tempo und Effizienz bei der Beschaffung von Waffen und Material bei der Bundeswehr beschlossen. Bei der persönlichen Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten habe sich schon einiges verbessert, sagt die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD).

Konkret geht es um Gegenstände wie Helme, Schutzwesten, Kälte- und Nässeschutz oder Rucksäcke. "Das Material läuft jetzt auch zu und ich spüre, dass das auch ankommt in der Truppe und dass die Soldatinnen und Soldaten sich freuen", sagt die Wehrbeauftragte. Man sei dabei aber noch nicht am Ziel. Die drei großen Probleme der Bundeswehr bestünden immer noch: Bei Material, Personal und Infrastruktur.

Högl erklärt, sie unterstütze eine Forderung der Soldatinnen und Soldaten, dass sie ihr Einsatzgerät künftig stärker selbst warten und reparieren dürfen. Sie seien exzellent ausgebildet und würden die Instandsetzung gern übernehmen, so die SPD-Politikerin. Diese Fähigkeit helfe auch dabei, die Truppe schnell einsatzfähig zu machen.

Die Wehrbeauftragte lobt die Soldatinnen und Soldaten als "hochprofessionell". Seit Beginn des Krieges in der Ukraine würden sie ihre Aufgabe erst recht "mit einer großen Ernsthaftigkeit" annehmen, so Högl. "Sie wissen, was es heißt, Soldat oder Soldatin zu sein. Und sie wissen auch, dass es heißt, dass sie jetzt voll einsatzbereit sein müssen […] und dass es jetzt schnell gehen muss."