Ein Plakat weist auf die anstehende Ukraine-Wiederaufbaukonferenz hin
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Interview - Wiederaufbau der Ukraine: Bis zu 400 Milliarden Euro nötig

In der Schweiz startet eine zweitägige Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine. Erwartet werden Vertreter aus 40 Ländern. Es sei jetzt schon wichtig, über den Wiederaufbau in dem Land zu sprechen, sagt Gunter Deuber von Raiffeisen Research. Denn: Das Geld muss erst einmal beschafft werden.

In der Schweiz beginnt an diesem Montag eine zweitägige Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine. Delegationen aus fast 40 potenziellen Geberländern beraten in Lugano über einen Aufbauplan für das zerstörte Land. Der Bedarf wird auf Hunderte Milliarden Euro geschätzt. Gunter Deuber, Leiter von Raiffeisen Research der Raiffeisen Bank, die sich stark in der Ukraine engagiert, spricht konkret von 300 bis 400 Milliarden Euro, die für einen Wiederaufbau notwendig seien.

Etwa die Hälfte privates Kapital benötigt

 

Auch wenn ein Wiederaufbau noch in der Zukunft liegt: Entscheidend sei es, eine Transparenz für die Summen zu schaffen, so Deuber. "Es wird auch viel privates Kapital benötigt." Etwa die Hälfte der Milliarden betreffe das. Außerdem müsse ein Großteil aus der EU und Europa kommen - rund 70 Prozent, schätzt Deuber.

Ukraine stellt eigenen Aufbauplan vor

 

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) sprach von einer immensen Aufgabe, die Jahrzehnte dauern werde. Schon die Soforthilfe müsse die Grundlagen für nachhaltigen Wiederaufbau legen. Die ukrainische Regierung wird bei dem Treffen auch einen eigenen Aufbauplan zur Diskussion stellen.