Soldaten der Bundeswehr der NATO Enhanced Forward Presence Battle Group (eFP-Bataillon) stehen beim Besuch von Kanzler Scholz im Camp Adrian Rohn.
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Interview - Rüstungsexperte: "Bundeswehr muss für NATO-Einsatz viel tun"

Beim NATO-Gipfel in Madrid haben die Mitgliedsstaaten vor allem eines signalisiert: Geschlossenheit. Deutschland hat angekündigt, zusätzlich 15.000 Soldatinnen und Soldaten zu stellen. Die Bundeswehr müsse vor allem daran arbeiten, schnell einsatzfähig zu sein, sagt Ulrich Kühn vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik.

Es gehe außerdem darum, die Bundeswehrbestände aufzufüllen und die militärischen Geräte auf den neuesten Stand bringen, so Kühn. Um schnell einsatzfähig zu werden, brauche es eine moderne Luftabwehr. "Man braucht die entsprechenden Transportflugzeuge, man braucht die Absicherung in der Luft und so weiter", erklärt der ISFH-Experte. "Da kommt einiges auf die Bundeswehr zu."

Die Ankündigung der NATO, ihre schnelle Eingreiftruppe von 40.000 auf 300.000 zu erhöhen sei "massiv", so Kühn. Es werde die Aufgabe der nächsten zwei bis drei Jahre sein, die Logistik dafür zu schaffen. Aus seiner Sicht sei die Bereitstellung von 15.000 deutschen Soldatinnen und Soldaten "nicht so viel - und eigentlich auch nicht Deutschlands Rolle gerecht". Aber das zeige eben auch, dass die Alliierten für einen solchen Einsatz noch gar nicht gewappnet seien.

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