Ein Plakat mit der Aufschrift «MAN SPAZIERT NICHT MIT RECHTS» ist in einem Schaukasten vor dem Staatstheater Cottbus zu sehen
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Interview - Cottbus: Stübgen will Initiativen gegen Rechts vernetzen

Die Stadt Cottbus hat eine der aktivsten rechtsextremen Szenen in ganz Deutschland. Die Stadt hat jetzt einen Entwurf erarbeitet, der Initiativen, Vereine und Unternehmen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, vernetzt. Sie sollen unter anderem Informationen vom Verfassungsschutz bekommen, sagt Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU).

"In Cottbus haben wir seit mehr als drei Jahrzehnten eine gewachsene Struktur, eine auch weiter wachsende Struktur, zwischen rechtsextremistisch motivierten Vereinen, Parteien, Kampfsport, Hooliganszene, Hassmusikszene und auch wirtschaftlicher Betätigungen", erklärt Stübgen. Zwar gebe es viele Strafverfahren, doch es sei vor allem auch gesellschaftlicher Widerstand wichtig.

Die vielen bereits bestehenden Initiativen würden nun stärker vernetzt, sagt der brandenburgische Innenminister: "Dass sie sich miteinander austauschen, dass sie Informationen zusammenbringen und der Verfassungsschutz sie auch mit Informationen versorgt." Die Szene sei sehr aktiv, lobt Stübgen. "Es ist nicht so, dass Cottbus sich alles gefallen lässt, die Bürgergesellschaft."