Symbolbild: Grundsteuer
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Interview - Viel Papierkram: Die Grundsteuer wird neu erhoben

Die Grundsteuer wird wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts neu erhoben - Eigentümer müssen von jetzt an bis spätestens Ende Oktober für jedes ihrer Objekte Unterlagen einreichen. Es gehe um Infos zu ihrer Person, dem Grundstück und der Immobilie, die darauf steht, sagt Michael Beumer von der Stiftung Warentest.

Berlin und Brandenburg würden bei dem Verfahren nach dem Bundesmodell vorgehen - so wie die meisten Länder, erklärt Beumer. "Für einen selber muss man dann natürlich die Steuernummer angeben - man zahlt als Eigentümer ja bereits Grundsteuer und da gibt es eine Steuernummer zu." Zum Grundstück müsse man etwa Informationen aus dem Kaufvertrag oder einem Bauantrag einreichen - zu Lage, Flurstück, Nummer und der Grundstücksfläche. Für die Immobilie sind laut Beumer Angaben zum Baujahr und zur Wohn- und Nutzfläche notwendig.

Die Daten könnten digital über das ELSTER-Portal eingereicht werden - oder auch über eine Website, die eigens für die Neuerhebung der Grundsteuer eingerichtet wurde. Es sei aber auch möglich, alles per Papier und Post abzugeben, so Beumer - die Formulare dafür gebe es beim Finanzamt. Wenn man die Frist bis Oktober versäume, könnte das Finanzamt eine zusätzliche Säumnisgebühr erheben, erklärt der Finanzexperte. Erhoben werde die neue Steuer ab 2025.

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