Leere Klasse in einer Berliner Schule (Bild: IMAGO / Jürgen Ritter)
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Interview - Elternvertreter: "Fragwürdiger Zeitpunkt" für Lehrkräfte-Warnstreik

An vielen Berliner Schulen muss wegen eines Warnstreiks durch die GEW der Unterricht ausfallen. Die Gewerkschaft fordert kleinere Klassen. Dass das angesichts des Personalmangels umsetzbar ist, bezweifelt Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses.

An vielen Berliner Schulen fällt an diesem Mittwoch der Unterricht wegen eines Warnstreiks der Lehrerinnen und Lehrer aus. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie fordert kleinere Klassen, um die Lehrkräfte zu entlasten.

Gewerkschaft will aufmerksam machen und Rahmenbedingungen verbessern

 

Der Berliner Landeselternausschuss unterstützt zwar das Anliegen. Allerdings sei es ein "fragwürdiger Zeitpunkt", sagt der Vorsitzende des Gremiums Norman Heise.

Es gehe in der Begründung der Gewerkschaft "nachvollziehbar" um vorbereitende Maßnahmen, so Heise. Die Argumentation sei: "Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass es in Zukunft kleinere Klassen gibt, damit die Lehrkräfte in Berlin bleiben." Ohne geeignete Rahmenbedingungen seien Lehrerinnen und Lehrer nicht in der Stadt zu halten.