Ulrike Gote (Bündnis 90/Die Grünen), Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung spricht auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Berliner Senats.
dpa
Bild: dpa Download (mp3, 8 MB)

Interview - Senatorin Gote: "Hochgefährlich" mit Infektionsschutzgesetz zu warten

Berlin hofft auf baldige Ansagen vom Bund, wie es in der Corona-Pandmie weitergehen soll. Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) sagt, sie wolle auf Entwicklungen im Herbst besser vorbereitet sein als letztes Jahr. Mit einem neuen Infektionsschutzgesetz bis nach der Sommerpause zu warten sei gefährlich.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hat die Bundesregierung aufgefordert, schnell ein neues Infektionsschutzgesetz vorzulegen. Die Länder brauchten eine Art "Instrumentenkasten", um reagieren zu können, wenn es eine neue Corona-Welle gibt.

Gote: Länder müssen Zeit haben, Corona-Maßnahmen umzusetzen

 

Gote kritisiert, dass laut Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) ein neues Infektionsschutzgesetz erst nach der Sommerpause beschlossen werden soll. "Das ist hochgefährlich, schließlich müssen wir Maßnahmen auch vorbereiten", so die Senatorin. "Die Herbst-Welle kann früher kommen als wir denken."

Schutz im Herbst vor einer Corona-Welle

 

Es sei zu spät sich erst kurz vor dem Ende der momentanen Regelung Ende September damit zu befassen, meint Gote. "Wir müssen einfach wissen, auf was wir uns einstellen können und wie wir im Herbst und Winter die Menschen schützen können, die tasächlich bedroht sind [...] von einer Corona-Infektion."