Kevin Kuehnert, SPD-Generalsekretaer, aufgenommen im Rahmen eines Besuches im DB-Ausbesserungswerk in Cottbus
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Interview - Kühnert: Weitere Entlastungen für einkommensschwache Menschen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband legt seinen Armutsbericht vor - und rechnet bei einer anhaltend hohen Inflation mit Millionen Haushalten in finanzieller Not. Nötig seien beispielsweise deutlich höhere Hartz-IV-Sätze - und ein Verbot von Energiesperren, sagt SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert.

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat weitere Entlastungen für von Armut betroffene Menschen angesichts der steigenden Preise angekündigt. Es sei eine schwierige Lage im Land entstanden, sagt Kühnert. Als Beispiel nannte er eine deutliche Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze, wenn das geplante Bürgergeld eingeführt wird. Gut sei, dass der Mindestlohn in diesem Jahr steigen werde.

Kühnert: Keine Energiesperren bei armutsbedingtem Zahlungsausfall

 

Außerdem müsse verhindert werden, dass Menschen, die ihre Energierechnung nicht mehr zahlen können, Gas oder Strom abgestellt werde, so Kühnert. "Das wären soziale Unwuchten, das reißt unsere Gesellschaft dann wirklich auseinander." Ziel sei es, die Einkommenssituation von Haushalten zu verbessern. Die SPD wolle "nicht Deutschland zu einer Gesellschaft der Transferleistungsempfänger machen, in der am Ende Menschen von ihrem Einkommen großflächig nicht mehr leben können und dann immer der Staat kommt, um hier und da noch 'nen Fuffi zuzustecken".

Armutsbericht des Paritätischen Wahlfahrtsverbands weckt Befürchtungen

 

Der Paritätische Wohlfahrtsverband legt an diesem Mittwoch den Armutsbericht vor. Dabei wird von einer deutlichen Zunahme der Armut ausgegangen - Millionen Haushalte könnten bei weiterhin hoher Inflation in finanzielle Not geraten.