Der Auspuff eines Autos mit Dieselmotor (Bild: dpa / Christoph Schmidt)
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Interview - FDP-Europaabgeordneter verteidigt mögliche E-Fuels in der EU

Auf Drängen der FDP hat sich die Ampel-Koalition darauf geeinigt, dass Autos mit Verbrennungsmotor auch nach 2035 noch zugelassen werden könnten, wenn sie klimaneutrale Kraftstoffe nutzen. Es gehe ihm um Technologie-Offenheit, sagt der FDP-Europaabgeordneten Andreas Glück.

Die EU-Staaten wollen ab 2035 nur klimaneutrale Neuwagen zulassen. Darauf haben sich in der Nacht die EU-Umweltminister geeinigt. In der Debatte um ein Aus für Verbrenner hat sich die FDP durchgesetzt: Es wurde ein Vorschlag formuliert, der klimafreundliche Kraftstoffe auch für Neuwagen mit Verbrennungsmotor berücksichtigt. Die FDP hatte darauf gepocht, dass nach 2035 auch Verbrenner-Autos zugelassen werden können, die mit E-Fuels fahren.

FDP setzt Hoffnung auf E-Fuels

 

Er sei überzeugt davon, dass ein Großteil der Fahrzeuge zukünftig batterie-elektrisch fahren wird, sagt der FDP-Europaabgeordnete Andreas Glück. Es gehe der FDP um "Technologie-Offenheit" und darum, dass "nicht ohne Not eine Türe zugeschlagen wird", die für den Klimaschutz gut sein könnte.

Im Ringen um die Haltung Berlins hatte es zuvor Krach in der Regierungskoalition gegeben. Kern des Streits war der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen, sogenannter E-Fuels und wie diese künftig eingesetzt werden sollen.

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Die Entscheidung der EU-Umweltminister, dass ab 2035 Neuwagen in der Europäischen Union emissionsfrei sein sollen, wirft Fragen auf. Autohersteller und Zulieferer müssen sich schnell umstellen, wenn sie es noch nicht getan haben, sagt Stefan Bratzel, Experte für Zukunftsfragen der Mobilität und Automobilwirtschaft.