Mario Draghi, Premierminister von Italien, Ursula von der Leyen, EU- Kommissionspräsidentin, US-Präsident Joe Biden, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, Fumio Kishida, Premierminister von Japan, Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, und Charles Michel, EU- Ratspräsident, stehen beim informellen Gruppenfoto vor der „Merkel-Obama“ Holzbank mit dem Wetterstein Gebirge im Hintergrund beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau.
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Interview - Heusgen: G7 demonstrieren Geschlossenheit

Mit einer Abschlusserklärung beenden die G7-Staats- und Regierungschefs am Dienstag ihren Gipfel auf Schloss Elmau. Das Wichtigste sei erreicht worden, meint der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen: Die G7 hätten gezeigt, dass sie zusammenhalten.

Die G7 hätten sich untereinander ihre Geschlossenheit versichert. "Das war eine gute Atmosphäre, das sprach aus den Bildern", sagt Heusgen. In diesen schwierigen Zeiten sei es wichtig, dass die G7-Staaten zusammenhalten.

Heusgen: Sanktionen gegen Russland ist ein Langstreckenlauf

 

Die G7 haben in Elmau auch über neue Sanktionen gegen Russland gesprochen. "Das ist kein Sprint, in dem Russland in die Knie gezwungen werden kann", betont Heusgen. Es brauche dafür Durchhaltefähigkeit auf Dauer.

Auch die Schwellenländer Senegal, Südafrika, Argentinien, Indonesien und Indien waren zu Gesprächen beim G7-Gipfel geladen. Es sei wichtig, mit diesen Ländern im Gespräch zu stehen, betont Heusgen, auch wenn sie keine klare Position im Konflikt zwischen Russland und den G7 bezögen.

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Gruppenfoto der Teilnehmer und Teilnehmerinnen des G7-Gipfels auf Schloss Elmau
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Interview - Die G7 als Retter der Demokratie?

Seit Sonntag beraten die sieben führenden westlichen Industrienationen bei einem Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betont, dass die G7 auch eine "Wertegemeinschaft führender Demokratien" seien. Das Format werde angesichts des Kriegs in der Ukraine wieder wichtiger, sagt Politikwissenschaftler Stefan Meister.