Kinder spielen im Springbrunnen im Treptower Park in Berlin (Bild: IMAGO / Jürgen Held)
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Interview - Natz: "Die Zeiten, als Wasser kein Thema war, sind vorbei"

Nicht nur Brandenburg kämpft mit der extremen Trockenheit, auch in Berlin gibt es im bundesweiten Vergleich sehr wenig Wasser. Die Berliner Wasserbetriebe rufen die Menschen deshalb besonders an heißen Tagen dazu auf, bewusst mit dem Wasser umzugehen, sagt Sprecher Stephan Natz.

"Wir sind eins der trockensten Gebiete in Deutschland", sagt Natz. Das sei schon immer so gewesen. Dennoch verstärke sich das Problem. "Die Zeiten, in denen wir gesagt haben, dass Wasser überhaupt kein Thema ist, die sind wirklich vorbei", betont Natz. Die Wasserbetriebe riefen deshalb die Berlinerinnen und Berliner auf, vernünftig mit dem Wasser umzugehen.

Probleme durch immer mehr Gartenpools

 

Etwa sei es keine gute Idee, im Sommer in der Mittagshitze den Rasen zu sprengen, wenn das meiste Wasser ohnehin sofort verdunste. Ein anderes Problem sei die zunehmende Zahl von Pools in den Gärten. "Da passen 14 Kubikmeter rein, das sind 14.000 Liter – das ist ein Drittel der Jahresmenge, die jeder Berliner und jede Berlinerin für alle ihre privaten Gebräuche nutzt", sagt Natz.

Brunnen abzuschalten wie jüngst in Italien sei aber nicht geplant, so Natz. Da diese in Berlin im Kreislauf geschaltet seien, würde dies auch kaum Wasserersparnis bringen.