Die Bundesvorsitzende Janine Wissler spricht auf dem niedersächsischen Landesparteitag der Partei "Die Linke".
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Interview - Linken-Chefin Wissler zu Ukraine: "Verbrecherischer Angriffskrieg"

Die Partei die Linke kommt für drei Tage zu einem Parteitag zusammen. Insbesondere die Haltung zu Russland wird einer der Streitpunkte unter den Delegierten sein. Klar sei, das Aufrüstungspaket der Ampel sei "die falsche Antwort" auf den Ukraine-Krieg, meint die Bundesvorsitzende Janine Wissler.

Die Linke beginnt an diesem Freitag ihren dreitägigen Bundesparteitag in Erfurt. Wegen Sexismus-Vorwürfen wird der gesamte Vorstand neu gewählt. Parteichefin Janine Wissler stellt sich erneut zur Wahl. Sie könne einen Beitrag dazu leisten, dass die Linke als Team erfolgreich sein, sagt Wissler zur Begründung.

Wissler: Linke will feministische Partei sein

 

Die Sexismus-Vorwürfe werden extern aufgearbeitet, man habe sich bewusst dazu entschieden, das nicht innerhalb der Parteistrukturen zu machen, so Wissler. "Wir haben den Anspruch an uns, eine feministische Partei zu sein." Sexuelle Übergriffe seien nicht zu dulden.

Leitantrag wirft Russland eine "imperialistische Politik" vor

 

Zudem will sich die Linke zum Krieg in der Ukraine positionieren. In einem Leitantrag wird Russland eine "imperialistische Politik" vorgeworfen. Es werde zwar Diskussionen geben, aber es sei klar, dass die Linke den Angriffskrieg Russlands scharf verurteile, meint Wissler. Es sei ein "verbrecherischer Angriffskrieg" in der Ukraine, die Solidarität gelte den Menschen, die um ihr Leben fürchten und Freunde und Angehörige verlieren.