Russische Soldaten bewachen ein Gebiet neben einem Weizenfeld, während ausländische Journalisten arbeiten, in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle in der Ukraine.
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Interview - Hungerkrise: Konferenz berät über Hilfe zur Lebensmittelvorsorgung

Die globale Ernährungssicherheit ist durch den Krieg in der Ukraine und die russische Blockade von Getreideexporten in Gefahr. Für Niels Annen (SPD), Staatssekretär im Entwicklungsministerium, geht es neben kurzfristiger Hilfe auch um Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Angesichts der Hungerkrise in mehreren Ländern in Afrika und Asien dringt Niels Annen (SPD), Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auf schnelle Lösungen. Anlass ist die Blockade von Getreideexporten aus ukrainischen Häfen durch Russland. Viele afrikanische und asiatische Länder sind auf die Lieferungen angewiesen.

40 Staaten und Organisation beraten zur Nahrungsmittelversorgung

 

"Wir müssen kurzfristig den Menschen vor allem in den Ländern des globalen Südens helfen, denen das Geld im wahrsten Sinne des Wortes ausgeht, um sich ernähren zu können", so Annen. Bei einer Konferenz an diesem Freitag in Berlin beraten Vertreter von rund 40 Staaten und Organisationen darüber, wie die weltweite Lebensmittelversorgung gesichert werden kann.

Annen: Langfristig stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit

 

Neben kurzfristigen Hilfen beschäftige das Entwicklungsministerium aber vor allem eine langfristige Frage, so Annen: Wie kann Landwirtschaft über das Krisenmanagement hinaus nachhaltiger werden? Das betreffe Deutschland, aber auch die ganze Welt.