Die Feuerwehr löscht Glutnester. Die verheerenden Waldbrände in Brandenburg sind zwar weitgehend gelöscht, doch die Feuerwehr muss weiterhin noch zahlreiche Glutnester in den Brandgebieten bekämpfen.
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Interview - Linke-Fraktionschef: Nicht zu sehr auf Freiwillige Feuerwehren verlassen

Nach den großen Waldbränden wird in der Brandenburger Politik weiter diskutiert, wie sie verhindert oder schnell eingedämmt werden können. Für den Vorsitzenden der Linksfraktion im Landtag Sebastian Walter ist klar: Das Land darf sich nicht zu sehr auf Freiwillige Feuerwehren stützen.

Brandenburgs Linken-Fraktionschef Sebastian Walter warnt nach den großen Waldbränden bei Treuenbrietzen und Beelitz davor, weiterhin so stark auf Freiwillige Feuerwehren im Land zu setzen. Sie müssten durch hauptamtliche Stützpunkte verstärkt werden.

Nur fünf Berufsfeuerwehren in Brandenburg

 

Außerdem müsse es mehr Berufsfeuerwehren geben, so Walter. Zur Zeit habe Brandenburg nur fünf - das sei zu wenig. Ohne den Regen am Montag wären die Feuer möglicherweise nicht so glimpflich ausgegangen. Das Land müsse mehr im Blick haben, wie es mit der Trockenheit seiner Böden und Wälder umgehe.

Waldumbau: Kiefer-Monokulturen seien ein Problem

 

Auch die Kiefer-Monokulturen seien ein Problem - über ein bereits gefordertes Verbot müsse nachgedacht werden, meint Walter. Klar sei: "Langfristig brauchen wir den Waldumbau." Kurzfristig gibt es Forderungen, Waldwege auszubauen, Brandschneisen zu ziehen und die Waldgebiete von alter Munition zu befreien.

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