Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau
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Interview - Kipping: Geflüchtete für knappen Berliner Wohnraum sensibilisieren

Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Rund 70 000 Geflüchtete aus der Ukraine haben sich bisher in der Hauptstadt angemeldet oder einen Termin dazu. Es gebe aber auch eine Dunkelziffer, sagt Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke). Jedem müsse die "große Nachfrage nach Wohnraum" in der Stadt klar sein.

Nach Angaben von Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) gibt es rund 70 000 Ukrainerinnen und Ukrainer in Berlin, die vor dem Krieg gegen Russland geflohen sind. Die Zahl bezieht sich auf jene, die bereits registriert seien oder einen Termin dafür hätten. Es gebe aber auch eine Dunkelziffer, so Kipping.

Nicht alle Geflüchteten wollen sich registrieren

 

Einige Geflüchtete wollten sich nicht registrieren - aus Angst Berlin verlassen zu müssen und in andere Bundesländer geschickt zu werden. Das könne sein, so Kipping. Der Bund erlasse die Kriterien für das Aufenthaltsrecht der Bundesrepublik und es gebe eine "Wohnsitzauflage". Sie betonte aber auch, dass es ohne Registrierung keine offizielle Arbeitserlaubnis und auch keinen Anspruch auf Sozialleistungen gebe.

Kipping: "Keine Sicherheit, dass man in den nächsten Monaten oder im nächsten Jahr eine Wohnung bekommt"

 

Kipping appellierte unter anderem an die Helferinnen und Helfer, die Geflüchteten über die angespannte Wohnsituation in Berlin aufzuklären. Es gebe eine "große Nachfrage nach Wohnraum". Allen müsse klar sein: "Wenn man sich für Berlin entscheidet, gibt es keine Sicherheit, dass man in den nächsten Monaten oder im nächsten Jahr eine Wohnung bekommt."