Poller am Berliner Breitscheidplatz
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Berlin-Charlottenburg - Bezirksbürgermeisterin Bauch: Mehr Sicherheit durch Verkehrsberuhigung

Die tödliche Autofahrt eines 29-Jährigen nahe des Breitscheidplatzes in Berlin hat auch eine neue Debatte über Sicherheitsmaßnahmen in Innenstädten entfacht. Kirstin Bauch (Grüne), Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, erklärt, welche Konzepte dafür vorliegen.

"Die Situation ist dramatisch", sagt die Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Kirstin Bauch. Nach wie vor sei es so, dass sieben Schülerinnen und Schüler schwere Verletzungen davongetragen hätten. Eine Schülerin musste notoperiert werden und sei nun stabilisiert.

Die Bezirksbürgermeisterin plädiert dafür, den Verkehr so zu beeinflussen, dass aus keiner Richtung mehr eine Beschleunigung auf den Breitscheidplatz möglich sein soll. Ein Konzept sehe etwa vor, die südlichen Spuren der Budapester Straße autofrei zu gestalten und den Verkehr nördlich jeweils auf eine Spur zu verengen. "Dann bestünde gar nicht mehr die Möglichkeit, gradlinig auf diesen Platz zuzufahren."

Ein anderes Konzept sieht laut Bauch vor, die Einmündung der Rankestraße zu verändern. Zusätzliche Bänke hinzustellen, sei hingegen keine Lösung, um die Sicherheit vor Ort zu erhöhen.

"Jetzt geht es ganz klar darum, miteinander schnell in die Umsetzung zu kommen, damit sich einfach was verändert. Noch mal möchte niemand von uns so etwas erleben, wie es jetzt das zweite Mal passiert ist", sagt Kirstin Bauch.

Hintergrund

Tödliche Autofahrt in Berlin-Charlottenburg -

Ein Autofahrer war am Mittwoch am Ku'damm in Passanten gefahren. Eine Lehrerin aus Hessen kam ums Leben, mehrere Menschen wurden schwer - teilweise auch lebensbedrohlich verletzt.

Der 29-jährige Tatverdächtige gilt als psychisch krank und wurde in eine Klinik eingewiesen.

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