Symbolbild, Zinsen: Münzstapel mit den Buchstabenwürfeln für Zinsen darauf (Bild: picture alliance / chromorange)
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Interview - Inflation: DIW fordert entschiedenes Handeln der EZB

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fordert angesichts der hohen Inflation von der Europäischen Zentralbank, entschieden zu handeln. DIW-Präsident Marcel Fratzscher rechnet aber mit einem ersten Zinsschritt erst im Juli. Die EZB habe versprochen, zunächst ihr Anleihenprogramm zu beenden.

Die hohe Inflation in der Eurozone schmälert die Kaufkraft. Um die Teuerung in den Griff zu bekommen, muss die Europäische Zentralbank (EZB) handeln. Das fordert auch der Präsident des Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher.

Eurozone vor ersten Zinserhöhung seit elf Jahren

 

Der Druck auf die Währungshüter ist hoch, die Teuerung um acht Prozent herum rasch einzudämmen. Nun steuert die Eurozone auf die erste Zinserhöhung seit elf Jahren zu. Die EZB müsse die Zügel ordentlich anziehen, so Fratzscher. Allerdings habe sie versprochen, erst ihr Anleihenprogramm zu beenden, bevor sie die Zinsen erhöht.

Fratzscher rechnet mit erstem Zinsschritt im Juli

 

Er habe die Erwartung, dass die EZB erst im Juli den ersten Zinsschritt tun werde und dann im September den nächsten Zinsschritt, so Fratzscher. Er selbst würde sich aber wünschen, dass man heute schon den ersten Schritt tun würde. Aber er befürchte, dass man sich an die Kommunikation der Vergangenheit halten werde - "auch wenn es eigentlich falsch ist".