Symbolbild: Tierwohl-Siegel
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Interview - Verbraucherschützerin: Tierhaltungs-Label hilft Konsumenten

Bei der Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch peilt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) ein fünfstufiges Modell an. Für Britta Schautz von der Berliner Verbraucherzentrale ist das staatliche Siegel sinnvoll, weil es verpflichtend und die Haltungsform auf der Packung erkennbar sein soll.

Fleischprodukte sollen in Zukunft nach fünf Haltungsstufen gekennzeichnet werden. Zunächst ist eine Verpflichtung für Schweinefleisch vorgesehen, später sollen weitere Tierarten hinzukommen. Für die Berliner Verbraucherschützerin Britta Schautz sind die Pläne ein Schritt in die richtige Richtung.

Verpflichtendes Tierhaltungs-Siegel - auf allen Vertriebswegen

 

Insbesondere weil das staatliche Siegel verpflichtend und nicht mehr freiwillig sein soll, helfe es den Käuferinnen und Käufern, so Schautz. Zudem seien alle Vertriebswege abgedeckt. Allerdings müssten die gesetzlichen Mindesstandards für die Tierhaltung grundsätzlich angehoben werden, hofft sie.

Nur Platz für ein Tier gekennzeichnet, nicht die Gesundheit

 

Das fünfstufige System für Schweinefleisch sei ein Anfang - weitere Tierarten sollen folgen, sowie verarbeitete Produkte, meint Schautz. Wichtig sei aber: "Nur die Haltung wird gekennzeichnet", etwa Stall, Freiluft oder Bio-Haltung in Bezug auf den Platz, der einem Tier zur Verfügung steht. Für das Tierwohl in Bezug auf die Gesundheit werde das Label nicht aussagekräftig sein.