Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, steht vor einem Werksrundgang durch die Glasherstellung von Saint-Gobain vor einer grünen Wand.
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Interview - Frei (CDU): Schwarz-grüne Bündnisse nicht überhöhen

Schwarz-Grün ist auf dem Vormarsch: Am Dienstag konstituiert sich der Kieler Landtag, in Nordrhein-Westfalen laufen Koalitionsverhandlungen. Ist das auch ein Modell für den Bund? Es sei gut, dass es die Option gebe, sagt Thorsten Frei, Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion. Grüne und CDU hätten aber auch viele Differenzen.

Frei rät davon ab, Bündnisse zwischen CDU und Grünen als "Koalition der Zukunft" zu betrachten. Es gebe zwar durchaus Überschneidungspunkte mit den Grünen - etwa beim Thema Nachhaltigkeit. "Wenn es darum geht, dass wir heute nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben, dann sehen wir beispielsweise bei den Grünen mehr Ansatzpunkte als das etwa bei der SPD der Fall ist", so der CDU-Politiker.

Frei: Grüne sind und bleiben linke Partei


Man dürfe schwarz-grüne Bündnisse aber auch nicht überbewerten. Es sei gut, dass die CDU mit den Grünen eine Option habe, die auch machtpolitisch wirksam ist. "Aber auf der anderen Seite darf man die Konstellation nicht überhöhen", sagt Frei. Die Grünen seien und blieben eine linke Partei, die in vielen Politikbereichen anders ticke als die Union.