Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) zeigt das 9-Euro-Ticket
Bild: IMAGO / Emmanuele Contini

Interview - Wissing: ÖPNV nur bei 80 Prozent der vorherigen Auslastung

In vielen Bussen und Bahnen kann man nun mit dem 9-Euro-Ticket fahren. Der ÖPNV sei derzeit nur zu 80 Prozent im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten ausgelastet, sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Gleichzeitig sinkt die Energiesteuer, damit das Tanken günstiger wird.

Zum Start des 9-Euro-Tickets für den deutschlandweiten Nahverkehr in diesem Sommer spricht Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) von einem "tollen Angebot". Er gehe von einem Erfolg aus. "Es sind über sieben Millionen Stück schon verkauft worden. Das wird noch weiter anhalten."

Wissing: Im Nahverkehr gibt es noch Luft

 

Zu der Gefahr einer Überlastung des Nahverkehrs, meint Wissing, im ÖPNV gebe es "noch Luft". Man habe ein Auslastung von 80 Prozent von Bussen und Bahnen im Vergleich zu Vor-Coronazeiten. Insofern seien noch Kapazitäten da. "Natürlich kann es sein, dass punktuell ein Zug oder eine Bahn mal überfüllt ist, das haben wir zu normalen Zeiten aber auch, wenn es sich um Stoßzeiten handelt."

Länder sollen kein zusätzliches Geld für ÖPNV bekommen

 

Einen Grund, die Mittel für die Länder aufzustocken, sieht Wissing nicht. Das Ticket sei voll ausfinanziert, so der FDP-Politiker. "Die Einnahmeausfälle, die entstehen durch dieses vergünstigte Ticket, werden ja vollständig erstattet." Das seien insgesamt 2,5 Milliarden, die in diesen Monaten zu normalen Zeiten eingenommen werden. Die Verkehrsverbünde müssten zudem die 9-Euro-Ticketeinnahmen nicht an den Bund abgeben.