Die Spritpreise werden an einer Tankstelle am frühen Morgen angezeigt.
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Interview - Verband zu Höchstpreisen trotz Spritpreis-Bremse: "Unglückliches Aufeinandertreffen"

Trotz des Tankrabatts ab Mittwoch erwartet das Bundesfinanzministerium keine abrupte Preissenkung für Sprit. Alexander von Gersdorff vom Wirtschaftsverband "Fuels & Energie" erklärt das mit den hohen Ölpreisen und der Lagerung des normal besteuerten Benzins.

Die steigenden Benzin- und Dieselpreise an Tankstellen erklärt der Energiewirtschaftverband "Fuels & Energie" mit der Lage auf dem Weltmarkt. Ihr Sprecher Alexander von Gersdorff meint, es sei "ein unglückliches Aufeinandertreffen" der steigenden Preise mit dem ab Mittwoch geltenden Tankrabatt.

Nicht sofort einen Preissturz an der Tankstelle erwarten

 

Es gebe keine Knappheit von Öl, sondern von Ölprodukten, sagt von Gersdorff. Die Mineralölgesellschaften versuchten, sich schnell von dem russischen Benzin- und Diesel-Markt zurückzuziehen. Bis um Mitternacht sei das noch normal besteuerte Benzin an Tankstellen gelagert. Deshalb sollten Kundinnen und Kunden nicht von einem sofortigen Preissturz ausgehen.

Verband: Energiesteuersenkung sollte beim Autofahrer ankommen

 

Die Energiesteuersenkung betrage 30 Cent je Liter, mit der gesunkenen Mehrwertsteuer summiere sich das auf insgesamt etwa 35 Cent, so von Gersdorff. "Wir gehen schon davon aus, dass diese Energiesteuersenkung auch beim Autofahrer ankommt."