Die Spritpreise werden an einer Tankstelle am frühen Morgen angezeigt (Bild: dpa)
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Interview - ADAC: Benzin ist eindeutig zu teuer

Ab Juni wird vorübergehend die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. Kurz vor Einführung des Tankrabatts ist der Preis für Benzin und Diesel aber an den Tankstellen gestiegen. ADAC-Sprecher Andreas Hölzel kritisiert, das Ausgangsniveau bei den Preisen sei viel zu hoch.

Andreas Hölzel vom ADAC hofft, dass die Hilfe bei den Autofahrern auch tatsächlich ankommt: "Es geht ja darum, dass die Autofahrer entlastet werden, insbesondere die, die es brauchen, die es wirklich benötigen und nicht, dass diese Steuersenkung dann irgendwie klammheimlich doch irgendwo einkassiert wird."

Günstiger Sprit nicht sofort verfügbar

 

Der ADAC setzt darauf, dass der "Preisrutsch" kommen muss, allerdings werde es dauern bis man es an der Zapfsäule auch spüren wird: "Also der Sprit, der jetzt in Italien liegt und der noch zu der alten Steuer eingekauft wurde von den Mineralölkonzernen, der wird natürlich auch erst mal dann sukzessive so weitergegeben, bis die Tanks leer sind und eben der Steuer reduzierte Sprit dann nachgeliefert wird."

Apps nutzen zum Preisvergleich

 

ADAC-Sprecher Hölzel empfiehlt, die aktuellen Tank-Preise über Apps miteinander zu vergleichen. Auch sei das Tanken abends immer günstiger, als am Morgen. Wie das dann ab Juni sein werde, müsse man abwarten. "Manche Tankstellen haben dann vielleicht schon den günstigeren Sprit, andere noch nicht", so Hölzel.