Arbeiter sanieren und reinigen mit einer Bettungsreinigungsmaschine den Schotter in einem Gleisbett
Bild: Goldmann

Interview - Pro Bahn: Größere Sanierungsrunden wurden bislang nicht umgesetzt

Für die Zeit ab 2024 kündigte Deutsche Bahn-Chef Lutz eine Generalsanierung bei der Bahn an - mit dem Ziel, ein Hochleistungsnetz aufzubauen. Lukas Iffländer, stellvertretender Bundesvorsitzender Pro Bahn, hofft, dass es nicht nur bei Ankündigungen bleibt.

Die Ankündigung von Bahnchef Lutz will Lukas Iffländer von Pro Bahn nur mit Vorsicht betrachten: "In den letzten Jahren sind immer wieder große Sanierungsrunden angekündigt worden, aber die Qualität ist bisher noch nicht besser geworden." Iffländer hofft, dass Bahnchef Lutz mehr umsetzen wird können als seine Vorgänger.

Großer Sanierungsstau

 

Es gebe einen ganzen Schwung an "Strecken", die im großen Stil saniert werden müssten. Dazu zählten Berlin - Köln oder genauer der Teilabschnitt Berlin - Hannover. Iffländer begrüßt, dass Bahnchef Lutz viele Arbeiten bündeln will, statt etwa in drei Jahren drei Mal à drei Monate hintereinander Strecken zu sperren.

Folgen der Mehdorn-Ära

 

Iffländer verweist darauf, dass viele "Folgeschäden" aus der Ära des Bahnchefs Mehdorn noch beseitigt werden müssten, es gebe viele Strecken, die nur notdürftig saniert worden seien: " Da hat immer das Geld gefehlt und das muss jetzt endlich angepackt werden und ja, das wird schmerzhaft in den nächsten Jahren", meint der stellvertretende Pro Bahn-Chef.