Eine Assistenzärztin betreut auf der Intensivstation des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe einen Covid-19-Patienten.
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Interview - Ärztekammer-Präsident: Krankenhauswesen grundlegend reformieren

Die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen gelten als hierarschisch, altmodisch und teils unmenschlich. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert vor allem die schlechte Finanzierung der Krankenhäuser durch die Bundesländer.

Der Deutsche Ärztetag diskutiert von Dienstag an für zwei Tage in Bremen über die Lage im Gesundheitswesen. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, kritisiert die schlechte Finanzierung der Krankenhäuser durch die Bundesländer. Es bedürfe von den Ländern grundlegende Reformen, um die Situation zu verbessern.

Wirtschaftlichen Druck von den Kliniken nehmen

 

Die Bundesländer müssten entweder ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und damit wirtschaftlichen Druck von den Krankenhäusern nehmen. Oder die Länder müssten überlegen, Krankenhäuser zusammenzulegen, so Reinhardt.

"Vielleicht weniger Krankenhausstandorte"

 

Das bedeute dann "nicht unbedingt weniger Krankenhausplätze, aber vielleicht weniger Krankenhausstandorte", sagt Reinhardt. So könne die Finanzierung verbessert werden - und damit auch die Arbeitsbedingungen für das Personal.