Ein zerstörter Panzer steht auf den Straßen von Mariupol
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Interview - Sicherheitspolitik-Expertin: Russland setzt Krieg brutal fort

Seit drei Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. Die russische Armee hat die Stadt Mariupol eingenommen, mehrere Millionen Menschen sind noch immer auf der Flucht. Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht keinerlei Einlenken von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Vor genau drei Monaten hat Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Nach Bestürzung und Unglauben, hat sich eine Art tragischer Alltag eingestellt. Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik kann keinerlei Bereitschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin erkennen, abzuziehen oder die Angriffe zurück zu fahren.

Deportation der Bevölkerung soll Fakten schaffen

 

Die Sicherheitspolitik-Expertin sagt klar: Russland setzt den Krieg brutal fort. Es werde "versucht Fakten zu schaffen, gerade im Süden", etwa durch die Deportation der Bevölkerung. Sie analysiert die Haltung Russlands: "Lieber ein schlechter Krieg als eingestehen zu müssen, dass es seine Ziele eigentlich nicht erreicht hat."

Wichtiges Signal: Kriegsverbrechen bleiben nicht ungesühnt

 

Als positiv wertet Major die Verurteilung zu einer lebenslänglichen Haft für einen Russen, der einen Zivilisten erschossen hat. So etwas seien wichtige Signale: Kriegsverbrechen bleiben nicht ungesühnt.