Kinder leiden besonders unter Krisen
ROBIN UTRECHT
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Interview - Senatorin Busse: Will Kinder und Jugendliche unterstützen

Am Donnerstag trifft sich die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder. Im Januar hat Berlin den Vorsitz übernommen, in einer Zeit, die für Kinder besonders belastend ist. Berlins Jugendsenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) spricht von einer vollen Tagesordnung.

Pandemie, Klimakrise, Krieg in der Ukraine: Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche sind es besonders belastende Zeiten. Jugendsenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) leitet am Donnerstag und Freitag die Familienministerkonferenz: "Wir müssen ja unsere Kinder, unsere Jüngsten entlasten und auch natürlich Jugendliche. Und hier will ich eben heute und morgen gemeinsam mit meinen Amtskolleginnen und Amtskollegen für Hilfe und Unterstützung sorgen."

Volle Tagesordnung

 

Gleichzeitig sei dies die erste Gelegenheit für die SPD-Politikerin, die neue Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) kennenzulernen. Themen der Sitzungen seien unter anderem die Fortschreibung des Kita-Gesetzes, das Ende des Jahres ausläuft, und des Nachfolgeprogrammes des Bundes für junge Menschen in der Pandemie, ebenso eine Vereinfachung des Elterngeldes. Astrid-Sabine Busse (SPD) verweist darauf, dass der Personalmangel bekämpft werden müsse.

Probleme mit dem Fachkräftemangel

 

"Ja, das ist ja ein bundesweites Problem. Und in Berlin sieht es zum Beispiel im Moment noch relativ gut aus mit dem Personal an Kitas. Und wir haben ja auch Erzieherinnen in Schulen. Aber Sie haben völlig recht. Wir müssen unseren Fokus auf Personalgewinnung legen. Aber das, das betrifft ja praktisch alle Fachkräfte, nicht nur in pädagogischen Berufen." Die SPD-Politikerin fordert Hilfe vom Bund für ukrainische Kinder und Jugendliche, die in Berliner Schulen aufgenommen wurden.

Hilfe für ukrainische Schüler

 

"Im Moment haben wir alleine in Berlin 3200 Schülerinnen und Schüler aufgenommen. [...] Das sind mehr als sechs große Schulen. Man hat es getan. Man ist zusammengerückt. Man ist sehr, sehr solidarisch, aber natürlich verursacht das auch hohe Kosten, die wir im Moment noch aus eigenen Mitteln bestreiten."