Protestplakat gegen Mieterhöhung in Berlin-Friedrichshain
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Interview - Berliner Mieterverein für einfachere und rechtssichere Mietregulierung

Die Arbeit am Berliner Mietspiegel 2023 kann noch nicht starten. Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, erklärt, welche Folgen ein fehlender Mietspiegel haben könnte. Außerdem fordert er vom Bund mehr Anstrengung bei der Mietpreisregulierung.

Zur europaweit ausgeschriebenen Vergabe des Berliner Mietspiegels 2023 gibt es einen Nachprüfungsantrag, erklärt Reiner Wild vom Mieterverein. Dem müsse die Vergabekammer nachgehen. Allerdings bedauere der Mieterverein, dass die Nachprüfung so lange dauere und bisher kein Ergebnis auf dem Tisch liege.

Der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins geht davon aus, - sollte im Mai 2023 kein neuer Mierspiegel vorliegen - dass die Gerichte den bisherigen Mietspiegel im Streitfall anwenden würden, bis der neue da ist.

Zudem erklärt Wild, dass bisherige Mietspiegel von Vermieterseite angegriffen worden sein. Er fordert mehr Rechtssicherheit und erklärt, der gekippte Berliner Mietendeckel wäre eine einfacheres und rechtssicheres Modell gewesen. Die Vorschläge der Ampelkoalition im Bund für das Mietpreisrecht seien marginal "und helfen uns an dieser Stelle überhaupt nicht weiter", so Reiner Wild.