Symbolbild Clankriminalität: Ein Mann wird bei einer Razzia, mit einer Decke über dem Kopf, von der Polizei abgeführt
dpa
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Interview - Neuköllns Bürgermeister: Noch keine Beruhigung bei Clankriminalität

Dass die Zahl der Clankriminalität in Berlin gesunken ist, wertet Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) als positives Signal, aber noch nicht als Zeichen der Beruhigung. Der Mord in der Hasenheide an einem Clanmitglied etwa sei ein "Tiefschlag" gewesen für die Stadt.

Für Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln ist der leichte Rückgang der Clankriminalität in Berlin ein positives Signal, aber noch kein Zeichen von Entspannung. Man sei "noch lange nicht am Ziel", meint er. Wenn auch die Bekämpfung offenbar "in die richtige Richtung" gehe.

Mord in der Hasenheide ein "Tiefschlag"

 

Die Clankriminalität ist in der Hauptstadt den Daten zufolge im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das geht aus einem Lagebericht der Senatsinnenverwaltung hervor. Beunruhigend seien aber Taten wie der Mord in der Hasenheide in der vergangenen Woche an einem Clanmitglied, so Hikel. "Das macht was mit den Menschen, das macht was mit den Menschen und mit dieser Stadt."

Ausstieg aus Clanmilieu vor allem in Notsituationen

 

Polizei und Politik setzen bei der Bekämpfung auf einen sogenannte 5-Punkte-Plan. Damit sollen unter anderem junge Leute aus Clan-Strukturen geholt werden. Laut Hikel würden regelmäßig Menschen aus dem Clanmilieu aussteigen, aber vor allem in Not- und Bedrohungssituationen. Ziel sei es, bewusst zu machen, dass sich kriminelle Aktivitäten nicht lohnen.