Sonnenuntergang über den Sonnenkollektoren des Solarparks in Dallgow and der Grenze zu Berlin (Bild: IMAGO / Manngold)
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Interview - Umweltminister Vogel: Rodungen für Solarflächen "völlig absurd"

Brandenburg möchte die Flächen zur Gewinnung von Solarenergie massiv ausweiten. Plänen, nach denen dafür Wälder gerodet werden sollen, erteilt der Landesumweltminister Axel Vogel (Grüne) eine Absage. Er sagt, es gebe genug Flächen dafür außerhalb von Wäldern.

Die Zielsetzung sei, dass die Wälder CO2 natürlich binden sollen. "Wälder neu zu begründen und zu erhalten, ist dafür die billigste Möglichkeit." Daher sei es "völlig absurd", ausgerechnet einen Wald zu roden, wenn es außerhalb von Wäldern viele freie Flächen für Solaranlagen gebe. Zudem gebe es bürokratische Hürden für solche Pläne.

Vogel spricht sich hingegen für Agri-Photovoltaik-Anlagen aus. Dabei werden Solaranlagen so hoch über einer Landwirtschaftsfläche gebaut, dass darunter weiter angebaut werden kann. "Damit profitieren ja sowohl die Landwirtschaftsbetriebe, die eine zusätzliche Einnahmequelle damit haben, als auch natürlich wir insgesamt, weil wir mehr Erneuerbaren Strom zur Verfügung haben", so Brandenburgs Umweltminister Vogel.

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Photovoltaik-Anlage, in einem Tal des Sauerlands in Hessen (Bild: picture alliance / Jochen Tack)
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Interview - Recherche: Solarausbau zieht auch dubiose Projekte an

In Hohensaaten in Bad Freienwalde soll ein Solarpark entstehen. Dafür will laut Recherchen von CORRECTIV und des rbb ein Investor Wald roden lassen. CORRECTIV-Journalistin Gabriela Keller fordert die Politik auf, genauer hinzuschauen, wie der Ausbau der Solarenergie konkret umgesetzt wird.