Bundeswehr-Soldaten präsentieren Waffen
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Interview - Wehrbeauftragte Högl: Priorität für persönliche Ausstattung

Die Wehrbeauftragte des Bundestages Eva Högl stellt ihren Jahresbericht zum Zustand der Bundeswehr vor. Es fehle den Soldatinnen und Soldaten schon an der persönlichen Ausrüstung wie Helmen und Schutzwesten. Sie hofft auf das Sondervermögen über 100 Milliarden Euro und mahnt Reformen an.

Die Wehrbeauftragte des Bundestages Eva Högl stellt an diesem Freitag ihren Jahresbericht zum Zustand der Bundeswehr vor. Es fehle den Soldatinnen und Soldaten schon an der persönlichen Ausrüstung wie Helmen, Rucksäcke und Schutzwesten. Dafür seien bereits 2,4 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Bis zum Jahr 2025 soll ihr zufolge die Ausrüstung bei der Truppe ankommen.

Funkgeräte sind 30 Jahre alt

 

Aber auch an kleinem Gerät wie Nachtsichtgeräten fehle es, so Högl. Die Funkgeräte der Bundeswehr seien 30 Jahre alt. Dann gehe es weiter zum großen Gerät, das nun in der Diskussion sei - auch angesichts des Kriegs von Russland in der Ukraine.

Högl mahnt Reformen bei der Beschaffung für Bundeswehr an

 

Högl begrüßt das angekündigte Sondervermögen über 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Sie mahnt gleichzeitig Reformen an. "Das Vergaberecht muss vereinfacht werden", sagt Högl. Denn die Prozesse dauerten zu lange und die Bürokratie müsse vereinfacht werden. "Das ist dringend erforderlich." Der Weg sei geebnet, nun müsse er weitergegangen werden.