Demonstration am Brandenburger Tor am 1. Mai 2021 mit Vertretern der Gewerkschaft ver.di
IMAGO / IPON
Bild: IMAGO / IPON Download (mp3, 9 MB)

Interview - ver.di-Chef Werneke: Müssen Preisspirale ausgleichen

Am Sonntag ist der 1. Mai und die Gewerkschaften rufen zu Kundgebungen auf - wie immer am Tag der Arbeit. Sie fordern höhere Löhne und Gehälter. "Wir haben viele Unternehmen, die exzellente Geschäfte machen", sagt ver.di-Vorsitzender Frank Werneke.

Derzeit würden so hohe Dividenden wie nie an Aktionäre ausgeschüttet, so Werneke. Die steigenden Energiepreise würden die Unternehmen in höhere Verbraucherpreise umsetzen, sagt der Gewerkschaftschef - "ansonsten hätten wir keine Inflation“. Es sei "absolut richtig und angemessen", dass ver.di versuche, die Preisspirale mit Tarifpolitik auszugleichen. Auch Rentner und Leistungsempfänger seien von den hohen Kosten betroffen.

Die Preissteigerungen seien "exorbitant", vor allem im Bereich Energie, sagt Werneke. Diese würden nicht allein durch Tarifkonflikte zu lösen sein. "Wir brauchen zusätzliche staatliche Maßnahmen, die insbesondere für die Menschen mit mittleren und geringen Einkommen wirken." Das geplante Entlastungspaket der Bundesregierung sei ein Schritt in die richtige Richtung, reiche aber nicht aus, so der ver.di-Vorsitzende.

Auch auf rbb24inforadio.de