Plakat, Klimaneustart Berlin
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Interview - Berliner Klimabürgerrat nimmt die Arbeit auf

Am Dienstagabend trifft sich in Berlin zum ersten Mal der Klima-Bürgerrat. Das sind 100 zufällig ausgewählte Einwohner, die den Kampf gegen den Klimawandel in der Stadt voranbringen wollen. Ein solches Gremium gebe der Politik wichtige Hinweise, betont Oliver Wiedmann vom Verein "Mehr Demokratie" Berlin-Brandenburg.

Bürgerräte gelten als eine Möglichkeit, mehr direkte Demokratie umzusetzen. "Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht", sagt Wiedmann. Besonders sinnvoll sei es, Bürgerräte bei Themen einzusetzen, die viele Konflikte mit sich bringen. Das sei beim Klimaschutz der Fall. "Die Politik bekommt hier einfach wichtige Hinweise", sagt Wiedmann. Etwa lasse sich erkennen, welche Maßnahmen die Berlinerinnen und Berliner bereit sind zu akzeptieren und wo die Schmerzgrenzen verlaufen.

Klimarate entwickelt Empfehlungen für die Politik

 

Der Berliner Klimarat werde über zwei Monate hinweg über drei Handlungsfelder im Bereich der Klimapolitik diskutieren und konkrete Empfehlungen erarbeiten, die der Politik vorgelegt werden, erklärt Wiedmann. Um sich das nötige Wissen in Sachen Klimapolitik aneignen zu können, werden die Mitglieder von Expertinnen und Experten zu Klimafragen informiert.

Entscheidend für den Erfolg der Bürgerrechte sei, wie die Politik anschließend mit den Empfehlungen umgeht, betont Wiedmann. "Da gibt es bestimmte Stellschrauben, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Politik diese Empfehlungen auch ernstnimmt", sagt Wiedmann.