Harter Lockdown in Shanghai
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Interview - Wirtschaftsexperte: Lockdown in Shanghai führt zu globaler Inflation

Die wichtige Hafenstadt Shanghai befindet sich seit etwa vier Wochen im Lockdown. Als Folge kommen Elektronikprodukte und Waren für die Automobilindustrie nicht in Deutschland an, erklärt Maximilian Butek von der Außenhandelskammer der Deutschen Wirtschaft in Shanghai.

Durch den harten Lockdown sei die Logistik im Land gestört, erklärt Maximilian Butek, Delegierter der deutschen Wirtschaft bei der Außenhandelskammer der Deutschen Wirtschaft in Shanghai. Nur wenige LKW kommen vom Hafen weg oder zu m Hafen hin.

Zudem könne der überwiegende Teil der Unternehmen nicht produzieren. Doch selbst die Unternehmen, die produzieren können, erhalten laut Butek keine Waren. Dass der weltgrößte Containerhafen nicht richtig arbeiten könne, bedeute etwa für Deutschland, dass Elektronikprodukte oder Waren für die Automobilindustrie nicht geliefert werden können.

"Wenn es zu minimalen Unterbrechungen in diesen Lieferketten kommt, führt das eben zu Problemen", so der Außenhandelsexperte. Als Folge der Verknappung der Angebote steigen die Preise. Dass die gesamte Wirtschaft in Shanghai brach liegt und nicht produzieren kann, führe laut Schätzungen zu 0,2 Prozent globaler Inflation. Das werde man in Deutschland in den nächsten Monaten zu spüren bekommen, so Butek.

China werde weiter an der Null-Covid-Strategie festhalten, sagt der Experte: "Die Nervosität ist bei allen extrem hoch, denn es ist kein Ende in Sicht."