Mykolajiw: Ein ukrainischer Soldat steht vor dem zerstörten Gebäude der Regierungsverwaltung.
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Interview - Russische Offensive im Osten der Ukraine erwartet

Aus der Ukraine werden weiter schwere Kämpfe gemeldet. Verschiedende Städte sind in der Nacht von russischen Truppen beschossen worden. Im Osten des Landes werde in den nächsten Tagen mit einer Großoffensive gerechnet, sagt Jan-Philipp Scholz, Journalist der Deutschen Welle, der sich in Lwiw aufhält.

In vielen Teilen des Landes habe es in der Nacht Angriffe gegeben, berichtet Scholz. Viele gingen davon aus, dass es sich dabei um Racheakte der russischen Führung nach der Versenkung des Prestige-Kriegsschiffs "Moskau" der russischen Schwarzmeerflotte handle. Dies sei ein hochsymbolischer Verlust für die Russen gewesen.

Sorge vor Einsatz von Atomwaffen steigt

 

Die schlimmsten Kampfhandlungen sehe man nach wie vor im Osten der Ukraine. "Eigentlich gehen alle Beobachter davon aus, dass in den nächsten zwei bis drei Tagen dort eine russische Großoffensive startet", sagt Scholz. Die Präsenz der Russen vor Ort sei massiv.

Je länger der Krieg nicht nach den Vorstellungen Russlands verlaufe, desto größer werde die Sorge um einen möglichen Einsatz von taktischen Atomwaffen, so Scholz. "Viele befürchten hier auch einen Einsatz wirklicher Chemiewaffen." Erste Berichte über einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen in Mariupol konnten bisher nicht offiziell bestätigt werden.

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