Renterpaar beim Spaziergang
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Interview - Bartsch (Linke): Rentenerhöhung real ein Verlust

Das Bundeskabinett bringt am Mittwoch die geplante Rentenerhöhung auf den Weg. Da die Inflation höher sei als die Anpassung der Bezüge, bleibe den Rentnerinnen und Retnern letztlich trotzdem weniger Geld, meint Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch.

Vorgesehen ist, dass die Renten im Westen Deutschlands um 5,35 und im Osten um 6,12 Prozent steigen. Die Rentenanpassung richtet sich nach der vorherigen Entwicklung der Nettolöhne.

Kritik kommt von der Linken. Weil die Inflationsrate deutlich höher sei, stehe am Ende ein Verlust, so der Co-Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch: "Für die Mehrzahl der Rentnerinnen und Rentner ist es weniger."

Bartsch: Grundrente muss umgesetzt werden

 

Er wünsche sich, dass der Gesetzentwurf zur Grundrente endlich umgesetzt wird, so der Linken-Politiker. Laut Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sei dieser damals an der Union gescheitert. "Die Union ist jetzt nicht mehr in der Regierung und ich finde, dass Rentnerinnen und Renter in unserem reichen Land nicht gezwungen sein müssen, Flaschen zu sammeln", sagt Bartsch. Die Grundrente müsse daher noch einmal behandelt werden.