Anne Spiegel ( Bündnis 90/die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat bei einem kurzfristig einberufenen Statement ihren vierwöchigen Familienurlaub nach der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer als Fehler bezeichnet und sich dafür entschuldigt.
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Interview - Spiegels Rücktritt: "Sie wirkte einfach überfordert"

Am Ende wurde der Druck doch zu groß: Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (B90/Die Grünen) ist nach der Urlaubsaffäre nun doch zurückgetreten. Martin Ganslmeier aus dem ARD-Hauptstadtstudio sagt: Ihr Entschuldigungsversuch am Sonntag hat es für Spiegel nur noch schlimmer gemacht.

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel ist zurückgetreten.

Die Grünen-Politikerin erklärte in Berlin, sie habe sich aufgrund des politischen Drucks entschieden, das Amt zur Verfügung zu stellen. Sie zieht damit die Konsequenz aus der massiven Kritik an ihrem Umgang mit der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Jahr, als sie Landesministerin in Rheinland-Pfalz war.

Der Bundesvorstand der Grünen dankte Spiegel für ihre Arbeit und für ihre Selbstkritik in der Affäre. Parteichef Nouripur bezeichnete den Rücktritt als richtig. Er kündigte an, in Kürze einen Vorschlag für die Nachfolge zu machen.

Spiegel war kurz nach dem Hochwasser mit ihrer Familie in einen vierwöchigen Urlaub gefahren. Gestern hatte sie das als Fehler bezeichnet und um Entschuldigung gebeten.

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