Wie gehen die Kommunen um mit Flüchtlingen aus der Ukraine?
dpa
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Interview - Kommunen hoffen auf dauerhafte Unterstützung vom Bund für Geflüchtete

Vor den Bund-Länder-Beratungen drängen die Kommunen auf eine Übernahme der Kosten für die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sagt: Es müsse Geld vom Bund fließen - und zwar dauerhaft.

Die Länder fordern für Unterbringung und Versorgung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine vom Bund eine monatliche Pauschale von rund 1000 Euro pro Person. Es gehe aber auch darum, dass der Bund sich an den zusätzlichen Kosten beteilige, betonte der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg verwies etwa auf den Umbau von Turnhallen oder den Bau zusätzlicher Schulen und Kitas.

Schnelle Integration in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten

 

Für diese sogenannten "Vorhaltekosten" zahle eine mittelgroße Stadt etwa 2900 Euro pro Flüchtling, sagte Landsberg. Auch Ankunftszentren wie in Berlin-Tegel und in Cottbus kosteten Geld und müssten bedacht werden. Es gebe keine gleichmäßige Verteilung der Menschen - das müsse sich ändern.

Außerdem forderte Landsberg, Geflüchtete schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. "Je schneller die Menschen in Arbeit kommen, desto besser für sie und desto besser für Deutschland."