Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine stehen vor einem Hostel in Lichtenberg
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Interview - Spranger verteidigt deutschlandweite Verteilung von Ukraine-Flüchtlingen

Rund 2500 Anträge auf eine Aufenthaltserlaubnis von ukrainischen Kriegsflüchtlingen gehen täglich in Berlin ein. Einige von ihnen sollen in andere Bundesländer verteilt werden - und weigern sich. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagt: "Wir können nun mal nicht alle in Berlin aufnehmen."

Wenn Flüchtlinge aus der Ukraine in Gruppen in Berlin ankommen, dann sollen diese Gruppen bei der Verteilung auf andere Bundesländer nicht auseinandergerissen werden. Das hat Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) klargestellt.

Gruppe von 120 Menschen weigert sich, Berlin zu verlassen


Sie nahm dabei Bezug auf rund 120 Menschen, die zunächst in einem Hostel in Lichtenberg untergekommen waren und sich nun weigern, in ein anderes Bundesland gebracht zu werden, da sie unter anderem schon Arbeitsangebote bekommen hätten.

Spranger: Integration möglicherweise auf Jahre sicherstellen


Spranger sagte, dass die Verteilung auf ganz Deutschland wichtig sei, weil man möglicherweise auf Jahre eine Integration sicherstellen müsse. "Wir können nun mal nicht alle in Berlin aufnehmen." Eigentlich dürfen sich Ukrainerinnen und Ukrainer mit einem 90-Tage-Visum in Deutschland aufhalten, wo sie möchten.