Feuerwehrleute stehen vor Einsatzfahrzeugen in der Maulbeerallee im Berliner Stadtteil Staaken.
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Interview - Bürgermeisterin zur Brandserie in Staaken: Probleme am Runden Tisch besprechen

Seit Monaten kommt es in Berlin-Staaken nahe der Heerstraße immer wieder zu Kellerbränden in Hochhäusern. Spandaus Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner (SPD) sagt, die Probleme vor Ort seien vielschichtig. Sie schlägt einen Runden Tisch vor.

"In dieser Situation brauchen wir mehr Wachschutz und mehr Polizeipräsenz", sagt die Bezirksbürgermeisterin von Spandau, Carola Brückner (SPD), angesichts der Brandserie im Ortsteil Staaken.

Brückner: "Die Problemlage vor Ort ist vielschichtig"

 

Die Polizei habe auch bereits die Streifen verstärkt. Allerdings seien die Probleme vor Ort vielschichtig. Neben den Bränden in Kellern und Hauseingängen gebe es auch Gewaltvorfälle und Drogenkonsum. Deshalb wolle der Bezirk unter anderem mit Polizei, Feuerwehr, einer Anwohnerinititaitve, dem Quartiersmanagement, Gewobag, Mieterbeirat und Straßensozialarbeitern über langfristige Lösungen sprechen. Denkbar sei zum Beispiel eine mobile Polizeiwache, die schon mal im Gespräch gewesen sei.

Forderung: Mehr Streetworker und weniger Vermüllug

 

Die Bezirksbürgermeisterin wies darauf hin, dass bisher vor allem junge Menschen als Tatverdächtige festgenommen wurden. Deshalb sollten Streetworker möglicherweise auch nachts unterwegs sein. Außerdem müsse die Gewobag dafür sorgen, dass abgestellter Müll entsorgt würde. "Klar, wo mehr Vermüllung ist, dann lädt das auch geradzu dazu ein, dass wieder mehr Müll abgeladen wird. Und Jugendliche, die damit kein Problem haben, anfangen zu zündeln", so Brückner.

Im Spandauer Ortsteil Staaken kommt es seit Monaten immer wieder zu Bränden in Wohnhäusern, zuletzt in der Nacht zu Mittwoch.