Gerhard Trabert, Sozialmediziner und Kandidat für die Bundespräsidentenwahl der Linken
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Interview - Trabert: "Es gibt eine Zunahme von Reichtum - und von Armut"

Die Linke hat den Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert offiziell als ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt. Er tritt gegen Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier an - und nutzt seine Nominierung, um auf die Armut in der Gesellschaft hinzuweisen.

Die Linke hat den Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert offiziell als ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt. Der Arzt und Professor ist parteilos und engagiert sich seit 28 Jahren für die medizinische Versorgung von Obdachlosen und in der Flüchtlingshilfe.

Trabert: Möchte auf Schieflage in Gesellschaft hinweisen

 

Trabert sieht sich gegen Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier zwar als chancenlos - so realistisch müsse man sein, sagte er, betonte aber auch die große Verantwortung, die eine solche Nominierung mit sich bringe. Es gebe eine Schieflage in der deutschen Gesellschaft: "Es gibt eine Zunahme von Reichtum - und von Armut."

Politiker oft zu weit weg von Lebensrealität der Armen

 

Es gehe ihm nicht um seine eigene Person, sondern um die Aufmerksamkeit für Menschen, "die in der Gesellschaft zu wenig gesehen werden", so Trabert. Armut mache krank, das soziale Netz werde "immer grobmaschiger". Von politischer Seite sei man zu weit weg von der Lebensrealität von Armen entfernt.