Eine Frau schaut auf ihr positives PCR-Testergebnis auf dem Smartphone (Bild: picture alliance/ dpa)
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Interview - Gesundheitsstadtrat Wagner rechnet ab Freitag mit tagesaktuellen Corona-Zahlen

In Berlin haben die Chefs der Gesundheitsämter der Bezirke über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Derzeit werden die Rückstände der Daten aufgearbeitet, sagt Detlef Wagner (CDU), Gesundheitsstadtrat im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Von den Ministerpräsidenten wünscht er sich zudem klare Aussagen über die Entscheidungen.

Die Bezirke versuchten derzeit, die Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie bei vulnerablen Gruppen und in besonderen Fällen weiter zu gewährleisten, sagt Detlef Wagner (CDU), Gesundheitsstadtrat im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. "Das wird uns wahrscheinlich auch geilngen."

Zudem werden nun die Rückstände bei den Daten, die über die Feiertage und den Jahreswechsel entstanden sind, nachgearbeitet. Dabei helfe auch die Bundeswehr. Ab Freitag werde dadruch Charlottenburg-Wilmersdorf wieder tagesaktuelle Zahlen liefern, so Wagner.

Verkürzte Quarantäne - keine Arbeitserleichterung für Gesundheitsämter

 

Eine verkürzte Quarantänezeit, wie sie derzeit diskutiert wird, sei keine Arbeitserleichterung für die Gesundheitsämter, erklärt Gesundheitsstadtrat Wagner. So werden die Ämter weiter überprüfen müssen, ob die Quarantäne eingehalten wird. "Und wenn wir nachverfolgen, ist es uns an sich egal, ob wir jemanden für fünf Tage oder für zehn Tage in Quarantäne schicken." Allerdings habe eine Quarantäneverkürzung eine Auswirkung auf das Amt als kritische Infrastruktur, wenn etwa Mitarbeiter in Quarantäne müssen. Derzeit gebe es erste Fälle von Corona-Eerkrankungen im Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag wünscht sich der Gesundheitsstadtrat klare nachvollziehbare Aussagen über die getroffenen Entscheidungen. Die Menschen auf der Straßen "müssen verstehen, warum wir bestimmte Dinge durchsetzen müssen."

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