Wie geht es mit Berliner Bars weiter seit der neuen Entscheidung über Corona-Maßnahmen?
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Interview - Bar-Vereinigung: "Sicherstellen, dass Branche überlebt"

Den Bars in Berlin droht wieder die Schließung - falls der Senat die Corona-Maßnahmen verschärft. Er habe Verständnis dafür, sagt Albrecht Doering, Vorsitzender von "Bars of Berlin e.V.". Aber: "Dann muss gleichzeitig auch sichergestellt werden, dass unsere Branche das auch überlebt."

Von den Bars werde ein erneuter solidarischer Akt gefordert, so Doering. Zwar bekäme man offenbar noch eine Schonfrist, aber der Bund habe am Donnerstag den Weg dafür frei gemacht, dass die Länder schärfere Regeln erlassen. "Da ist natürlich absehbar, dass das in den kommenden Tagen auch die Bars treffen wird", sagt der Vereinsvorsitzende.

Das größte Problem sei, die Mitarbeiter zu halten, erklärt Doering. "Wir haben in den vergangenen Lockdowns einen echt großen Teil unserer Mitarbeiter verloren." In den letzten Monaten hätten viele Bars Schwierigkeiten gehabt, neue Mitarbeiter zu finden. Zwar habe es einen finanziellen Ausgleich in Form von Überbrückungshilfen gegeben - und das solle offenbar auch fortgeführt werden.

Jedoch: "Die Fixkosten sollen nur noch zu 90 Prozent ersetzt werden", sagt Doering. "Das heißt die Miete wird zu 90 Prozent ersetzt, die restlichen 10 Prozent müssen die Barbetreiber aufbringen - ohne dass dem ein Einkommen entgegensteht." Er rechne deswegen damit, dass viele komplett aufgeben müssen.