ARCHIV, Bonn, 5.5.1978: Treffen von Andrej Gromyko, Leonid Breschnew, Willy Brandt und Egon Bahr (Bild: imago images/ITAR-TASS)
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Das Forum - Wandel durch Annäherung - Egon Bahrs Vermächtnis und die Krisen von heute

Egon Bahr galt als Architekt der neuen Ostpolitik unter Kanzler Willy Brandt. Der SPD-Politiker setzte auf Vertrauensbildung und Kooperation und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum europäischen Entspannungsprozess. Über die Gültigkeit seiner Thesen insbesondere im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine diskutiert Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Die Ostverträge der 1970er Jahre mit der Sowjetunion, Polen und der DDR tragen die Handschrift von Egon Bahr. Er war Realpolitiker, entscheidend waren für ihn die Interessen der politischen Akteure. Wenn es um moralische Kategorien wie Werte ging, wurde er misstrauisch. Am 18. März dieses Jahres wäre Egon Bahr 100 Jahre alt geworden. Was hat er uns heute noch zu sagen?

Es diskutieren:

Prof. Peter Brandt, Historiker und Vorstandsmitglied Willy-Brandt-Kreis;

Petra Erler, ehem. Staatssekretärin für Europafragen der ersten frei gewählten DDR-Regierung;

Klaus Wittmann, Historiker, Publizist ehemaliger Bundeswehr-Brigadegeneral;

Moderation: Dietmar Ringel.

v.l.n.r.: Peter Brandt, Klaus Wittmann, Dietmar Ringel, Petra Erler (Bild: rbb/Dietmar Ringel)
Bild: rbb/Dietmar Ringel

Die Sendung wurde am 3. März 2022 im Bodoni Vielseithof in Buskow bei Neuruppin aufgezeichnet und erstmals am 20. März 2022 ausgestrahlt.