Der ehemalige Fußballprofi Marcus Urban (l) kommt mit seinem Ehemann Jens zum Gottesdienst am Vorabend des Christopher Street Day.
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Das Forum - Homophobie: Ein Grundproblem der Weltreligionen?

Ob griechisch-orthodox oder römisch-katholisch, freikirchlich, Muslim oder Jude, Hindu oder Zeuge Jehovas – wer in einer Religionsgemeinschaft offen queer leben will, erfährt Druck im Innern der Institutionen wie von außen. Über ein Grundproblem der Weltreligionen diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen.

Die Bibel und der Koran haben über die Jahrhunderte Normen und Tabus gesetzt, mit Verboten und Strafen Ängste geweckt, die heute dank gesellschaftlicher Umbrüche und neuer Gesetze schwächer, aber keinesfalls verschwunden sind.

Gleichzeitig berufen sich Menschen für ihr Coming-out auf diese uralten Texte. ComingOut, ActOut oder OutInChurch bringen religiöse Institutionen unter Zugzwang und geben den tabuisierten "anderen" Lebensformen ein Gesicht.

Aber nicht alles verhält sich so, wie es auf den ersten Blick scheint: In Israel dürfen Juden in queeren Partnerschaften Kinder adoptieren, in muslimischen Ländern kann Homosexualität eine Frage der Definition oder eben der Nicht-Definition sein: Sexuelle Beziehungen unter Frauen sind da häufig kein Thema.

Es diskutieren:

Die 14. Berliner Religionsgespräche wurden am 26. April 2022 von rbb24 Inforadio aufgezeichnet.
Sie sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Verlags der Weltreligionen, der BBWA, der Udo Keller Stiftung Forum Humanum und rbb24 Inforadio.