Die Ausstellung von Benin-Bronzen im Humboldt Forum ist umstritten, weil sie als Raubkunst aus der Kolonialzeit gelten.
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Reporter - Ausstellung mit Benin-Bronzen eröffnet im Humboldt Forum

Wenn der Ostflügel des Humboldt Forums eröffnet, ist dort auch die Sammlung des Ethnologischen Museums zu sehen. Die umstrittenen Benin-Bronzen sind Teil davon - als Dauerleihgabe von Nigeria. Die Debatte um Raubkunst ist längst nicht beendet. Von Barbara Wiegand

Über ein Jahr ist das Humboldt Forum schon in Betrieb. Erst wurden das Erdgeschoss und der erste Stock mit der Berlin-Ausstellung eröffnet, dann folgten im zweiten und dritten Stock große Teile der außereuropäischen Sammlungen. Nun folgt der letzte Teil: der Ostflügel.

Ein Drittel der Objekte aus Nigeria bleibt als Dauerleihgabe an der Spree

 

Prominenteste Objekte sind hier sind die umstrittenen Benin-Bronzen. Diese waren nach der britischen Plünderung des Königspalastes Ende des 19. Jahrhunderts in die Berliner Sammlungen gekommen. Jahrelang wurde über deren Rückgabe verhandelt. Jetzt, kurz vor Eröffnung, fand die Vertragsunterzeichnung statt. Alle 512 Objekte gehen ins Eigentum des Landes Nigeria über. Rund ein Drittel der Objekte bleibt aber als Dauerleihgabe an der Spree.

Kulturreporterin Barbara Wiegand durfte schon in die Ausstellung hineinschauen - und sie nimmt uns mit auf einen ersten Rundgang.

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