US-Präsident Joe Biden spricht bei der Pressekonferenz nach seinem Treffen mit Wladimir Putin in Genf.
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- US-Präsident Bidens erste Europareise

Der bekennende Transatlantiker Joe Biden kommt erstmals als Präsident der Vereinigen Staaten nach Europa. Gelingt es Biden, einen Rahmen für die künftige Zusammenarbeit mit den Verbündeten der USA abzustecken? Darüber spricht Sabina Matthay mit dem Politikwissenschaftler Markus Kaim.

Bereits nach der Amtseinführung Anfang des Jahres hatte Joe Biden die transatlantischen Partnern die Bündnistreue der Vereinigen Staaten versichert und viel getan, um die Hoffnung der Europäer auf eine neue Ära zu erfüllen.

Meeting-Marathon

Bidens Reise ist vom Wunsch nach neuer amerikanisch-europäischer Einigkeit geprägt. Und er ist zu einem echten Konferenz-Marathon hier. Erst versicherte er den Partnern der G7, der Nato und der EU seine Wertschätzung, dann ging es nach Genf zum Gespräch mit Wladimir Putin, denn das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist so schlecht wie lange nicht mehr. Biden und Putin vereinbarten die Rückkehr ihrer Botschafter nach Moskau beziehungsweise Washington, einen Expertendialog zu Cyberspionage und Cyberangriffen sowie eine Initiative zum Thema strategische Stabilität.

China steht dennoch im Fokus


Doch Bidens aussenpolitische Priorität ist die selbe wie die seines Vorgängers: der Systemwettbewerb mit China. Das lasse das Thema "transatlantische Lastenteilung" in einem anderen Lichte erscheinen, sagt Markus Kaim, USA-Spezialist der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Dr. Markus Kaim ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik" der Stiftung Wissenschaft und Politik.