Zeichnung: Elegante reiche Männer und Frauen shoppen au§erhalb eines Kaufhauses (Bild: imago images/Ikon Images)
imago images/Ikon Images
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- Konsum als Droge: "Lockdown war wie ein kalter Entzug"

Nicht nur Drogen und Internet können süchtig machen, sondern auch Einkaufen. Physiologisch steht hinter Lustkäufen die Ausschüttung von Dopamin. Der Hunger danach verführt uns zu Impulskäufen. Über die Lust auf Konsum spricht Sabina Matthay mit Modekritiker und Trendforscher Carl Tillessen.

Wir konsumieren immer mehr und immer öfter Dinge, die wir gar nicht brauchen. Nicht von ungefähr hat sich zum Beispiel der globale Konsum von Kleidung in den letzten 40 Jahren versechsfacht. Das Bewusstsein dafür wächst, dass dahinter auf persönlicher Ebene Sucht steht. Und dass diese Sucht auf globaler Ebene Ressourcen verschwendet.

Carl Tillessen (Bild: Martin Mai)
Bild: Martin Mai

Doch zu weniger Konsum oder zu einem veränderten Verhalten hat diese Erkenntnis bisher nicht geführt. "Das Kaufen hat sich vollkommen vom Brauchen abgelöst", so Tillessen, und die Menschen regulieren ihre Stimmung durch Kaufen.

 

 

Buchhinweis

Carl Tillessen: Konsum. Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen
224 Seiten
2020
Verlag HarperCollins
15,00 € (Buch), 10,00 € (E-Book)