New York, 26.02.2020: Sitzung des UN--Sicherheitsrats zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (Bild: imago images/photothek)
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- 75 Jahre UNO - Grund zum Feiern?

Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs wurden 1945 die Vereinten Nationen gegründet, um den weltweiten Frieden zu sichern. Wie gut das der UNO in den letzten 75 Jahre gelungen ist, bespricht Sabina Matthay mit Helmut Volger vom Forschungskreis Vereinte Nationen.

1945 hatten die Gründungsmitglieder der UNO die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen als Ziel ausgegeben. Doch ein Dreivierteljahrhundert später gibt es zahlreiche Kriege und Krisen, brechen immer wieder neue Kämpfe aus, wirkt die UNO hilfloser denn je. Und nicht nur, weil immer mehr nichtstaatliche Akteure in Konflikten mitmischen. Zuletzt konnte sich nicht einmal der Sicherheitsrat auf die Unterstützung der Guterres-Initiative einigen: Generalsekretär António Guterres hatte angesichts der Corona-Pandemie zu einem weltweiten Waffenstillstand aufgerufen, ohne Erfolg. Der Jubilär wirkt erschöpft. Ist eine Reform der Weltorganisation möglich?

Trotzdem sei das 75. Jubiläum ein Grund zum Feiern, so Dr. Helmut Volger, Koordinator des Forschungskreises Vereinte Nationen, denn man vergesse oft, dass sie in vielen Konflikten helfen konnte.
Deutschland ist noch bis Ende des Jahres nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Eine Chance auf einen ständigen Sitz im wichtigsten Organ der Vereinten Nationen habe die Bundesrepublik jedoch nicht, sagt Helmut Volger, allerdings agiere es so, als ob es ein ständiges Mitglied wäre und biete so den anderen Paroli

 

Helmut Volger (Bild: Privatfoto Dr. Helmut Volger)

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