16.06.2020, Berlin: Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat (Bild: dpa)
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- Alena Buyx: "Die Mehrheit hält sich an die Corona-Regeln"

Der Unmut vieler über die Corona-Maßnahmen wächst, obwohl diese Deutschland offenbar vor einem Massensterben und der Überlastung des Gesundheitswesens bewahrt haben. Wo bleibt die Solidarität in der Corona-Krise? Sabina Matthay spricht darüber mit der Medizinethikerin Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates.

Die Covid-19-Pandemie ist längst nicht vorbei: Weltweit steigt die Zahl von Neuinfektionen, trotz gigantischen Ressourceneinsatzes. Auch in Deutschland greift das Virus weiter um sich, befeuert durch Urlauber, Partyvolk und Demonstrationen gegen die Corona-Politik. Ob und wann Impfstoff oder Behandlung kommen, ist ungewiss, erst recht, wem das dann helfen wird.

Äußern sich manche negativ über die verbleibenden Einschränkungen, oder prangern sie als unzulässige Beeinträchtigung ihrer Grundrechte an, scheinen andere geradezu den Ausschluss von Krankheit und Tod durch den Staat einzufordern. Doch die überwiegende Mehrheit der Deutschen sei nach wie vor rücksichtsvoll und solidarisch, sagt die Medizinethikerin und Philosophin Prof. Alena Buyx.


Berlin, 16.06.2020: Julia Kloeckner, Bundeslandwirtschaftsministerin CDU, und Prof. Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat v.l.n.r., Begruessung mit Ellbogen (Bild: imago images/IPON)